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Riesling

Von allen Reben stellt der Weiße Riesling unbestritten die wertvollste Sorte dar. Aus dem Saft seiner Trauben stammen unsere edelsten Weine. Trotz seiner späten Reife hat er die größte Verbreitung in den nördlichen Weinbaugebieten Deutschlands gefunden.

Lageansprüche: Von allen Sorten, die wir kenne stellt der Riesling die höchsten Ansprüche an die Lage. Nur wenn ausreichend Wärme vorhanden ist, erreichen die Trauben ihre Vollreife. Ganz grob gesagt, läßt er sich in unseren Breiten nur in Südwest- bis Südostlagen anbauen, wenn die Höhe über NN 200 m nicht überschreitet. In leicht erwärmbaren Böden (Sand-, Kies- und Gesteinsböden) können diese Grenzen auch etwas überschritten werden. Eine Ausweitung des Rieslinganbaues ist daher nur selten möglich. Ertrag: 70 bis 110 hl/ha.

Weincharakter: Kennzeichen der Rieslingweine ist ihre feine Rasse und Eleganz, ihr unübertreffliches, an Pfirsiche erinnerndes Bukett. Nicht ein hoher Alkoholgehalt begründet den Ruhm des Rieslings, sondern die feine, rassige, fruchtige Art. Diese Merkmale werden durch späte Reife und späte Lese ausgelöst. Riesling ist unbestritten die deutsche Vorzeige-Rebsorte. Rieslingweine zeichnen sich durch feine Rasse, Eleganz sowie ein fruchtiges, an Pfirsich erinnerndes Bukett aus. In großen Jahren können aus der spätreifenden Rebsorte international anerkannte Spitzenweine entstehen.

Riesling gehört (neben Müller-Thurgau) zu den wirtschaftlichen Stützen der deutschen Weinwirtschaft. Die Sorte liefert zudem ausgezeichnete Grundweine für die Sektherstellung. Kein Wunder, dass Riesling-Reben in sämtlichen deutschen Anbaugebieten zu finden sind und auf der Skala der Neuanpflanzungen ganz vorne stehen. Die Herkunft der Sorte ist bis heute nicht bewiesen. Wahrscheinlich stammt sie von der am Rhein heimischen Wildrebe Vitis Vinifera Var. sylvestris ab. Auch der Ursprung des Namens bleibt unklar. Kommt er von Rusling (Rus = dunkles Holz) oder von Rissling (rissig = reißen)? Kleinbeerige, spät reifende Traubensorte. Der Riesling begründet den Ruhm der Mosel, das immer noch als größtes Anbaugebiet in der Welt für diese Rebe gilt.

Abstammung: Von rheinischer Wildrebe, die schon 650.000 v.Chr. existierte. Von den Römern kultiviert. Meistangebaute Rebsorte in Deutschland mit 1/3 der Gesamtanbaufläche.

Rebe: Dunkelgrünes, kräftiges Laub. Die Trauben reifen spät heran, daher ist die Qualität stark vom Jahrgang abhängig. In guten Jahren können exklusive Köstlichkeiten wie Beerenauslesen oder Eiswein erzeugt werden. Weincharakter: Goldgelbe, mit Grünreflexen durchsetzte Farbe.

Fruchtig-frisch, mit feiner Säure ist der Riesling der deutsche Weißwein überhaupt. Seine Weine werden auch international hochgeschätzt. Klassisch zu Garnelen, Krabben, Lachs als Vorspeise oder Forellen, Schalentieren, Huhn und Schweinefleisch als Hauptgang. Zum Dessert als Spät- oder Auslese mit dienender Restsüße.