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Scheurebe

Nach der Müller-Thurgau-Rebe ist die Scheurebe die zweite Neuzüchtung, die sich im deutschen Weinbau durchsetzten konnte. Es ist nicht selten, daß in einer Weinprobe die Scheurebe den Spitzenwein stellt. Es gibt in Deutschland, insbesondere in Rheinland-Pfalz, kaum ein Qualitätsweingut ohne wenigstens einen Weinberg mit dieser Sorte. Lageansprüche: Die Scheurebe braucht mindestens eine mittlere Lage, also eine Silvanerlage. Echte Qualitätsweine werden aber nur dann gewonnen, wenn sie in bessere Lagen gepflanzt wird. In geringen Lagen bleibt die Säure hoch, so daß die Weine einen unreifen Ton behalten und ein zu starkes, wenig schönes Bukett. Höchste Spitzenweine werden nur in Spitzenlagen erreicht.

Ertrag: 80 – 150 hl/ha
Weincharakter: Der Züchter G. Scheu bezeichnet den Wein als hochfein mit verstärktem
Rieslingbukett, das nicht muskatellerartig sei. Eine rieslingartige Säure ergibt einen hochedlenharmonischen, duftigen, körperreichen Wein. Es können höchste Spitzenweine gewonnen werden. Reife Weine haben eine rassige Säure und ein voller Bukett, mit einem typischen Ton der an schwarze Johannisbeeren erinnert. Unreife Weine haben ein aufdringliches Bukett, werden aber trotzdem vom Handel gerne als Verschnittweine aufgenommen. Scheurebe ist eine weitere Züchtung, die sich in vielen deutschen Anbaugebieten durchsetzen konnte. Die Kreuzung derLandesanstalt für Rebenzüchtung Alzey aus den beiden Standardsorten Silvaner x Riesling erhielt ihren Namen von dem Züchter Georg Scheu. Am verbreitetsten ist die Scheurebe in Rheinhessen, in der Pfalz und an der Nahe. Gute Scheurebe-Weine haben eine rassige Säure und ein volles, kräftiges Bukett mit einem an schwarze Johannisbeeren erinnernden Ton.
Abstammung: Nach ihrem Züchter Georg Scheu benannte Kreuzung zwischen Silvaner und Riesling aus dem Jahr 1956.
Rebe: Dunkelgrünes, kräftiges Laubwerk, Triebe werden im Spätsommer früh holzig und zeigen eine intensive Braunfärbung.
Weincharakter: Bringt ausdrucksvolle Weine mit kräftigem Aroma und lebendig-fruchtiger Säure. Bei hoher Reife werden ganz hervorragende Prädikatsweine erzeugt. Insbesondere die hohen Qualitäten eignen sich gut als Aperitif oder Begleiter von Desserts.