END HEADER -->
Zurück

Silvaner

Der Grüne Silvaner war einmal die wichtigste Rebsorte Deutschlands. Im vorigen Jahrhundert verdrängte er in der Pfalz, in Rheinhessen und an der Nahe schrittweise den Elbling. Heute ist sein Anbau rückläufig, denn der Anbau neuer Rebsorten, insbesondere von Neuzüchtungen, erfolgt im überwiegenden Maße auf seine Kosten. Lageansprüche: Sie sind weniger hoch, als die des Rieslings. Diese mittleren Ansprüche an die Lage stammen von der früheren Reife, die fast 14 Tage vor dem Riesling erreicht ist. In deiner späten Lage sollte man den Silvaner nicht pflanzen, da seine Weine bei niedrigem Mostgewicht wenig ansprechend sind. Die Vorteile des Silvaners liegen jedoch in erster Linie darin, daß er in Lagen, in denen der Riesling selten reif wird, noch gute Mostgewichte erreicht.

Ertrag: 80 bis 150 hl/ha
Weincharakter: Die Weine des Silvaners sind geschmacksneutral, worin zum Ausdruck kommt, daß sie kein hervorstechendes Bukett besitzen.

Der grüne Silvaner war einmal die wichtigste Rebsorte Deutschlands. Heute geht die mit Silvaner bestockte Rebfläche jedoch leicht zurück, der Anbau von Neuzüchtungen erfolgte im überwiegenden Maß auf seine Kosten. Allerdings kommt es in einigen Gebieten zu einer Renaissance der Rebsorte, da sich ein zunehmender Teil der Erzeuger auf die typischen Rebsorten rückbesinnt. Silvaner-Weine sind im Geschmack weitgehend neutral. Von Gesteins- und Kiesböden können aber auch sehr fruchtige Silvaner gewonnen werden. Auch beim Silvaner lässt sich die Herkunft nicht eindeutig nachweisen. Fest steht lediglich, dass es sich um eine alte Sorte handelt, die vermutlich aus dem Donaugebiet stammt. Womöglich kommt die Rebsorte aus Transsilvanien (dem heutigen Siebenbürgen in Rumänien).

Abstammung: Aus Kaukasischer Wildrebe kultiviert und im Dreißigjährigen Krieg aus Transsylvanien nach Deutschland gebracht worden. Um 1900 auf ca. 60 % der damaligen Anbaufläche Deutschlands angepflanzt, wurde er später vom Müller-Thurgau weitgehend verdrängt. Es gibt auch eine Variante mit blauen Beeren, sogenannter Blauer Silvaner.

Rebe: Hellgrüne, kleine, rundliche Blätter. Wegen der milden Säure sind die fleischigen Beeren auch als Tafeltrauben beliebt.

Weincharakter: Mit vielen Grünreflexen durchsetztes Gelb. Milde, feinfruchtige Weine, die zu jeder Gelegenheit passen. In Spitzenjahren Wein mit viel Körper und weichem Bukett. Silvanerweine sind dezent in der Blume, dafür um so feiner. Paßt zu Süßwasserfischen, hellem Geflügel und Kalbfleisch.