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Spätburgunder/Pinot Noir

So wie der Riesling unter den Weißweinsorten, nimmt der Blaue Spätburgunder unter den Rotweinsorten die oberste Qualitätsstufen ein. In den nördlichen Weinbaugebieten Europas werden die edelsten Rotweine aus ihm gewonnen. Der infolge Degeneration der Sorte stark gefährdete Anbau konnte, dank intensiver Klonenzucht, wieder gesichert werden.Lageansprüche: Der Blaue Spätburgunder stellt hohe Ansprüche an die Lage, die aber nicht so hoch sind wie die des Rieslings. Sie liegen etwa in der Mitte zwischen Riesling und Silvaner. Ein Ausbau in geringen Lagen ist falsch, da die Qualität eines Rotweines auch vom Alkoholgehalt abhängt.

Ertrag: 40 bis 100 hl/ha
Weincharakter: Vollmundig, samtig, mit einem feinen an Bittermandeln erinnernden Aroma (Burgunderton), körperreich und alkoholreich. In Deutschland wird versucht Die Rotweine gerbstoffarm herzustellen. Was der Riesling qualitativ für die Weißweine bedeutet, verkörpert der Blaue Spätburgunder unter den Rotweinen: die Spitze. Die Heimat des Blauen Spätburgunders liegt sicher im Burgund, wo der Anbau der Sorte seit dem 14. Jahrhundert dokumentiert ist. Den Hauptanteil der Spätburgunder-Anbaufläche in Deutschland findet man in Baden – und dort hauptsächlich am Kaiserstuhl und in der Ortenau. Die Weine sind vollmundig, samtig, mit einem feinen, an Brombeeren undBittermandeln erinnernden Aroma, das man auch als Burgunderton bezeichnet. Unter den deutschen Rotweinen erzielen die Spätburgunder die höchsten Preise. Im Fachhandel und in der Gastronomie werden selbst hochpreisige Spätburgunder (teilweise Barrique-Ausbau) problemlos verkauft. Aus den vielen Premium-, Exklusiv- und Sonderserien ist Spätburgunder kaum wegzudenken. auch Blauer Spätburgunder oder Pinot noir genannt. Rote Traubensorte der großen Gruppe der Burgunderarten. Unter den Rotweinen oftmals in der obersten Liga vertreten. Aus den kleinbeerigen, dünnhäutigen, dunkelblauen Trauben werden ausdrucksvolle, reife und samtige Rotweine gewonnen. Abstammung: Der Urvater der Burgunderreben. Eine der ältesten Kulturreben der Menschheit, erstmals im Niltal und später im 4. Jahrhundert im Burgund angebaut. Von dort wurde er im 7. Jahrhundert an Rhein und Neckar gebracht. Rebe:Eleganter Wuchs, Blätter sind hellgrün und stark strukturiert. Die Beeren sitzen dichtgedrängt aneinander. Neuerdings wird verstärkt eine Variation des Spätburgunders, der Mariafelder, mit lockerbeerigen Trauben angebaut.

Weincharakter: Dunkelrote Farbe, feines Aroma. Typisch ist ein an schwarze Johannisbeeren oder Brombeeren erinnernder Ton. Solche edlen Weine werden z.B. zu Wild, Wildgeflügel, Gänseleberpastete, aber auch zu Pasta Asciutta und Pizza genossen. Wird auch häufig als Weißherbst ausgebaut. Dabei bleibt die Farbe in den Beerenhülsen zurück und es entsteht ein lachsfarbener, frischer Wein, der besonders in der Sommerzeit gerne getrunken wird.